Gib & Nimm

Austausch ohne Geld

JedeR gibt, was Freude macht und erhält, was er/sie braucht.
Es geht nicht um einen berechnenden Tausch,
sondern um einen Fluß der Ausgewogenheit.

In die Freiheit hineinwachsen aus Freude zugeben was du gerne gibst
und nur das zu nehmen, was du wirklich brauchst.

Nachhaltigkeit durch Verschenken

Neben verschiedenen Arbeitskreisen zum Thema Müllvermeidung, Lebensmittelretten, Bildung etc. wird momentan ein neues Projekt in der Weyhalla ausprobiert:

Das Verschenk-Regal

Das Prinzip ist ganz einfach:  Links neben dem Eingang in der Mehrzweckhalle steht seit kurzem ein Regal mit mehreren Fächern und einer Kleiderstange. In dieses Regal kann jede/r Dinge legen, die er/sie nicht mehr braucht, die jedoch gut erhalten sind: Kleidung (für Kinder und Erwachsene), Schreibwaren, Deko, Werkzeug…
Alles, was in diesem Regal liegt, wird verschenkt.
– Jede/r darf sich nehmen, wenn er/sie etwas davon brauchen kann, bekommt also etwas geschenkt.

Die ersten Dinge wechselten bereits beim Aufbau des Regals den Besitzer – jemand hatte einige Halogenglühbirnen mitgebracht, über die sich prompt der Girgl freute. Er widerum wollte ein Laminiergerät loswerden, weil die Größe nicht passend war, worüber sich die Glühbirnenverschenkerin sehr freute – hatte sie doch schon länger darüber nachgedacht, sich ein solches Gerät zuzulegen…Die Erfahrung auch aus anderen Standorten mit Verschenkregalen zeigt, dass sich oft lustige Zufälle ergeben. Manchesmal scheint es fast, als ob Dinge ein Eigenleben führen würden und sich die neuen Besitzverhältnisse gut zu fügen scheinen. Wer es nicht glaubt, möge es ausprobieren. Auf jeden Fall tut es gut, Dinge wegzugeben, die zu schade sind, um sie wegzuwerfen. Und es ist höchst erfreulich, Dinge aus dem Regal „geschenkt“ zu bekommen, mit denen man nicht gerechnet hatte.

Der Sinn des Ganzen? Ressourcen sparen, ganz einfach.

Die Lebensdauer von vielen Produkten ist mittlerweile extrem kurz geworden, weil sie billig produziert, billig verkauft und entsprechend schnell weggeworfen werden. Sie haben keinen „Wert“ mehr – ungeachtet dessen, wieviel Energie und Rohstoffe für die Produktion verbraucht wurden. Laut einer Greenpeacestudie werden z.B. 40% der Kleidung in Deutschland selten bzw. gar nicht getragen und landen entsprechend häufig im Müll.

Zurück zum Regal: Wichtig ist, dass kein Müll oder volle Taschen mit Zeug abgestellt werden. Alles, was verschenkt werden soll, möge bitte ordentlich ins Regal gestellt werden! Was nicht ins Regal passt, bitte wieder mitnehmen! Das „Broken-Window-Phänomen“ würde auch hier sehr schnell greifen…

Für’s erste läuft eine Erprobungsphase bis Ende November, danach schauen wir weiter, ob und wie gut das Ganze funktioniert.
Wir würden uns auf jeden Fall sehr wünschen, dass das Verschenk-Regal einen regen Zuspruch bzw. hohen Durchsatz erfährt und viele Menschen positive Erfahrungen damit machen.

Aktive Geber & Nehmer bzw. Um-das-Regal-Kümmerer

sind übrigens Anschi, Brigit, Elfi, Kathi, Sylvia und Girgl.
Lust mitzumachen?
Bei Interesse einfach melden bei Brigit unter birgit.hacklinger@rolmail.net