Gemeinwohl-Ökonomie

Wirtschaft umpolen auf Gemeinwohl

„Unser jetziges Wirtschaftssystem steht auf dem Kopf. Das Geld ist zum Selbst-Zweck geworden, statt ein Mittel zu sein für das, was wirklich zählt: ein gutes Leben für alle. In einer echten „Ökonomie“ ist das Geld nur Mittel zum Zweck.(…)“   –   Christian Felber,  Autor des Buches „Gemeinwohl-Ökonomie

Als Gemeinwohl-Ökonomie werden seit den 1990er Jahren verschiedene Konzepte und alternative Wirtschaftsmodelle bezeichnet, die eine Orientierung der Wirtschaft am Gemeinwohl, Kooperation und Gemeinwesen in den Vordergrund stellen. Auch Menschenwürde, Solidarität, ökologische Nachhaltigkeit, soziale Gerechtigkeit und demokratische Mitbestimmung werden als Werte der Gemeinwohl-Ökonomie bezeichnet. Die Gemeinwohl-Ökonomie soll eine Systemalternative zur kapitalistischen Marktwirtschaft und der Planwirtschaft sein – zum Teil auch deren Synthese. (Wikipedia)

Eine Gruppe von Unternehmer*innen von Bad Aibling bis Weyarn setzt sich im Mangfalltal für einen messbaren Wertewandel in der Wirtschaft ein. In einer „Peer-Group“ haben sie ihre ersten Gemeinwohlbilanzen erarbeitet. Die Ideen der Gemeinwohl-Ökonomie will man nun vom Tegernsee bis zum Inn zum Blühen bringen.

Am 14.7.2018 beim „Markt der Ideen“ in Holzkirchen wurden nicht nur Verbraucher motiviert, Gemeinwohl orientierten Erzeugern praktische Wertschätzung zukommen zu lassen. Es wurde auch für eine Finanz-, Steuer-, Handels- und kommunale Beschaffungspolitik geworben, die – nach einem Bild von GWÖ-Initiator Christian Felber – die herrschenden Wertmaßstäbe und Entscheidungsroutinen „vom Kopf auf die Füße stellt“.
Siegfried Cordes, selbständiger Informatiker aus Weyarn, der die Gruppe am Infostand vertrat, formulierte seine Vision so: „Einkommen zu erzielen ist wichtig, aber der Finanzgewinn soll vom Ziel des Wirtschaftens zum Mittel für Sinn-erfüllte unternehmerische Tätigkeit umgepolt werden“.

Auch beim Umwelttag in Rosenheim am 12. Mai 2018 war man mit der Überzeugung „Eine ethische Wirtschaft ist möglich“ aufgetreten. Und freute sich, dass die „Löwenzahn-Sämchen der Bewegung für einen substanziellen Wertewandel in der Wirtschaft“ von der Mangfall- auf die andere Innseite hinübergepustet werden konnten.
Am 25. Juli 2018 in Samerberg/Törwang diskutierte die Bürgerinitiative „Zukunft Samerberg“ nach dem Vortrag von GWÖ-Bayern-Sprecher Harro Colshorn die (vielleicht zu?) hochfliegende politische Vision und den praktischen Nutzen einer Gemeinwohl-Bilanz.
Motto der öffentlichen Veranstaltung: „Auf die Wirtschaft kommt es an: Wachstum first oder Gemeinwohl first?“

Kontakt Gemeinwohl-Ökonomie Bayern e.V.:
Harro Colshorn, harro.colshorn@gemeinwohl-oekonomie.org
Koordination Regionalgruppe Mangfalltal i.G.:
Siegfried Cordes,  mangfalltal@list.ecogood.org

mehr unter www.gwoe-bayern.org/mangfalltal